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Themenbereich: Rechtswissen

Ladungssicherung auf den Punkt gebracht

Sicherheit und Qualität bei der Beladung von (Klein-)Transportern

Ständig zunehmende Güteraufkommen sowie eine steigende Vielfalt der zu befördernden Güter stellen immer neue Anforderungen an die verladende Wirtschaft, das Fahrpersonal und insbesondere an Fuhrparkverantwortliche. Ein stetig wiederkehrendes Problem dabei: Die Ladungssicherung! Aus Zeit- und Kostengründen werden bei der Beladung von Straßenfahrzeugen vielfach die wichtigsten Grundregeln der Ladungssicherung außer acht gelassen. Und wenn von Ladungssicherung die Rede ist, denken die meisten nur an große Lkw mit schwerer Ladung. Dass sich das Problem bei sog. Kleintransportern in gleicher Weise stellt, ist vielen nicht bewusst. Leichte Nutzfahrzeuge – Kastenwagen, Pritschenfahrzeuge, Kombis – befahren zu Tausenden unsere Straßen. Ein aktuelle Studie zeigt: Nahezu jeder zwanzigste Unfall (4,7 Prozent) wurde vom Fahrer eines Kleintransporters verursacht. Gründe sind neben technischen Mängeln am Fahrzeug u. a. auch die Unkenntnis über den Einfluss der Ladung auf das Fahrverhalten. Kontrollen der Polizei zeigen deutlich: Fahrzeuge werden häufig überladen und Ladung wird oftmals völlig unzureichend gesichert auf der Ladefläche untergebracht. Gleiches gilt für Kastenwagen, denn bei den heute gefahrenen Geschwindigkeiten sind sowohl die hinteren Türen als auch die Trennwände zum Fahrgastraum bei einer ins Rutschen kommenden Ladung überfordert. Alltägliche Verkehrssituationen – etwa Vollbremsungen – werden dann zu einem nicht mehr kalkulierbaren Risiko mit oft fatalen Folgen für Fahrzeugbesatzung und andere Verkehrsteilnehmer. Stellt sich in diesen Fällen im Nachhinein heraus, dass das Fahrzeug für den Transport nicht geeignet oder mangelhaft ausgestattet war, drohen dem Fuhrparkverantwortlichen empfindliche Geldbußen oder gar Haftstrafen.

Lassen Sie sich daher in diesem Seminar die Grundzüge einer verkehrssicheren Beladung und Verstauung bei Straßenfahrzeugen aufzeigen. Im besonderen Fokus steht die Ladungssicherung bei Kleintransportern. Denn wie für alle Fahrzeuge gilt auch für leichte Nutzfahrzeuge gem. § 22 StVO, dass Ladung nicht "irgendwie" gesichert werden muss, sondern dass die angewandten Ladungssicherungsmaßnahmen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen müssen. Wie dies genau aussieht und welche sonstigen gesetzlichen Bestimmungen zu beachten sind, erfahren Sie in kompakter Form mit dem Ziel, die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen, mehr Sicherheit für alle Beteiligte zu schaffen und Haftungsrisiken insbesondere für Fuhrparkverantwortliche zu minimieren.



Inhalte:

Rechtliche Vorschriften zur Ladungssicherung
  • Handelsgesetzbuch (HGB), Strafgesetzbuch (StGB), Straßenverkehrsordnung (StVO) und Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO)
  • Berufsgenossenschaftliche Vorschriften für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (BGV)
  • Sonstige Normen (z. B. VDI-Richtlinie 2700) und anerkannte Regeln der Technik

Physikalische Grundlagen der Ladungssicherung
  • Eigenschaften der Ladung
  • Massenkräfte, Fliehkraft, Reibkraft, Schwerpunkt
  • Auswirkungen der Kräfte beim Transport
  • Bremsverzögerung und Kurvenbeschleunigung
  • Belastungsarten und Standfestigkeit

Anforderung an Transportfahrzeuge
  • Belastbarkeit von Stirnwand und Seitenwänden
  • Beschaffenheit und Belastbarkeit der Ladefläche
  • Lastenverteilungsplan, Kippgefahren, Achslasten, Überladung

Möglichkeiten der Ladungssicherung und einsetzbare Hilfsmittel
  • Richtiges Verpacken, Verstauen, Beladen
  • Form- und kraftschlüssige Sicherung
  • Zurren, Zurrmittel, Zurrkräfte und Zurrpunkte
    • Einsatz von Zurrmitteln nach DIN EN 12195- 1 bis 4
    • Berechnung von Zurrkräften nach DIN EN 12195- 1
  • Einsatz von RH-Matten nach VDI-Richtlinie 2700 Blatt 5
  • Verschiedene Sicherungskombinationen
  • Sonstige Ladungshilfsmittel und Sicherungsmaßnahmen

Praxisbeispiele richtiger Ladungssicherung und aktuelle Rechtsprechung


So arbeiten Sie im Seminar:
Die Seminarinhalte werden praxisnah durch Vorträge, Präsentationen, konkrete Fallbeispiele und Diskussionen vermittelt und in Einzel- und Gruppenübungen vertieft. Es werden bewährte Präsentations- und Lernmedien eingesetzt und Sie erhalten umfangreiche Seminarunterlagen und Checklisten.

Wer sollte teilnehmen:
Das Seminar wendet sich an Verantwortliche von Fuhrparks und sonstige Fach- und Führungskräfte, die sich die Grundzüge einer verkehrssicheren Beladung und Verstauung bei (Klein-)Transportern aufzeigen lassen wollen. Es empfiehlt sich nicht nur Nachwuchskräften, sondern auch erfahrenen Fachleuten, die ihr Wissen aktualisieren möchten.

Welche Vorkenntnisse Sie benötigen:
Spezielle Vorkenntnisse sind für den erfolgreichen Seminarbesuch nicht notwendig. Erste (praktische) Erfahrungen im Zusammenhang mit Fragen der Ladungssicherung sind allerdings vorteilhaft.

Termine und Orte

Auf Anfrage

Seminarzeiten

9 - ca. 17 Uhr

Seminar-Nr. und -Gebühr:

Seminar-Nr.: 011007
Sem.-Gebühr: 790 Euro (zzgl. MwSt.)

Hotelinformation

Informationen über das Seminarhotel und Ihre Unterkunftsmöglichkeiten erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung. Alle Seminare finden in gut erreichbaren Seminarhotels gehobener Kategorie statt, in denen Ihnen ein Zimmerkontingent zu Vorzugskonditionen zur Verfügung steht. Während des Seminars werden Sie mit Tagungsgetränken und Mittagessen verpflegt.

Besondere Hinweise

keine

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